Der erste Schritt bei Cloud-Migrationen besteht in der detaillierten Analyse der bestehenden IT-Ressourcen und Infrastruktur. Unternehmen erfassen typischerweise Server, Anwendungen, Datenbanken und Netzwerkstrukturen, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Diese Inventarisierung kann mithilfe von spezialisierten Tools erfolgen, die Abhängigkeiten zwischen Systemen aufzeigen.

In Deutschland wird in diesem Zusammenhang oft Wert auf die Einhaltung von Datenschutzvorgaben nach der DSGVO gelegt, was Einfluss auf die Bewertung der Systeme und deren Datenarten hat. Die Analyse berücksichtigt daher auch, welche Systeme besonders sensibel sind und gegebenenfalls in einer privaten Cloud oder On-Premises verbleiben sollten.
Neben der rein technischen Erfassung können auch Nutzungsprofile und Geschäftsprozesse untersucht werden. Dies hilft, Migrationen gezielt zu planen und Abläufe während der Umstellung so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Umfangreiche IT-Systeme erfordern bei der Bestandsaufnahme häufig eine längerfristige, iterative Herangehensweise.
Die Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme sind die Grundlage für die folgenden Planungsschritte. Dabei werden auch potenzielle Risiken wie Systemausfälle oder Inkompatibilitäten identifiziert. Diese können in der Planungsphase mit Maßnahmen adressiert werden, um die Migration stabil und sicher zu gestalten.