Netzwerküberwachungssysteme verfügen typischerweise über eine Reihe von Funktionen, die das Sammeln, Analysieren und Melden von Netzwerkzuständen ermöglichen. Eine Kernfunktion ist die Erfassung von Netzwerkmetriken in Echtzeit oder festgelegten Intervallen. Dazu gehören Bandbreitennutzung, Paketverluste, Latenzzeiten und Fehlerraten. Diese Kennzahlen dienen als Basis für nachfolgende Auswertungen und ermöglichen eine Bewertung der Netzwerkperformance.

Eine weitere wichtige Funktion stellt die Alarmierung dar. Systeme können so konfiguriert werden, dass bei Überschreiten definierter Grenzwerte Warnungen ausgelöst werden. Dies unterstützt das IT-Personal dabei, auf potenzielle Probleme frühzeitig aufmerksam zu werden. Alarmfunktionen sind meist flexibel einstellbar, um den spezifischen Anforderungen unterschiedlicher Netzwerke gerecht zu werden. Zudem ist eine Log-Funktion implementiert, die Verlauf und Reaktion auf Ereignisse dokumentiert.
Datenanalyse und Reporting gehören ebenfalls zum Funktionsumfang. Die Auswertung gesammelter Daten ermöglicht das Erkennen von Trends sowie die Bewertung von Leistungsindikatoren über Zeiträume. Berichte können periodisch erstellt werden, um Zustandsbewertungen zu ermöglichen und die Entwicklung zu beobachten. Diese Informationen können integraler Bestandteil einer IT-Dokumentation sein und andere Managementprozesse unterstützen.
Integration in andere IT-Managementsysteme wird häufig als Zusatzfunktion angeboten. So lassen sich überwachte Ereignisse mit Automatisierungsprozessen oder Helpdesk-Systemen verbinden, wobei die Netzwerküberwachung als Informationslieferant fungiert. Diese Zusammenführung ermöglicht eine strukturierte und nachvollziehbare Reaktion auf auftretende Netzwerkereignisse, ohne die Netzwerküberwachung selbst zum Steuerungssystem zu machen.