Logistiksoftware: Optimierung Von Transport- Und Lieferprozessen

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Funktionale Kernbereiche der Logistiksoftware für Transport- und Lieferprozesse

Die unterschiedlichen Funktionsbereiche von Logistiksoftware lassen sich in der Regel in Kernmodule gliedern, die zusammen eine komplexe Steuerung der Transportprozesse ermöglichen. Zu den wichtigsten zählen die Routenplanung, die Sendungsverfolgung und das Ressourcenmanagement. Diese Module können je nach Anbieter und Systemumfang erweitert oder angepasst werden.

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Die Routenplanung umfasst das Berechnen effizienter Transportwege unter Beachtung von Restriktionen wie Zeitfenstern, Ladekapazitäten oder Verkehrslage. Insbesondere in Deutschland, wo innerstädtische Lieferungen häufig zeitlich streng geregelt sind, nimmt diese Komponente eine zentrale Rolle ein. Hierbei kann die Software verschiedene Planungsalgorithmen bereitstellen, die sich auch mit historischen Verkehrsdaten oder Baustelleninformationen ergänzen lassen.

Sendungsverfolgungssysteme ergänzen die Routenplanung, indem sie eine aktive Überwachung der Transporte ermöglichen. In vielen Fällen ist das Tracken von Lieferungen inzwischen integraler Bestandteil der Kundendienstprozesse, weil dadurch präzisere Lieferprognosen erstellt werden können. In Deutschland nutzen viele Anbieter Schnittstellen wie EDI (Electronic Data Interchange) oder standardisierte Webservices, um den Datenaustausch zwischen Spedition und Kunde zu erleichtern.

Das Ressourcenmanagement steuert die Zuweisung von Fahrzeugen, Fahrern und Lagerflächen während der Ausführung der logistischen Aufgaben. Durch die Software kann typischerweise ein Überblick geschaffen werden, welche Kapazitäten aktuell eingesetzt oder verfügbar sind. In Deutschland gelten zudem oft spezifische Anforderungen an Fahrpersonal, welche sich in diesen Systemen mit abbilden lassen, etwa bezüglich gesetzlicher Lenk- und Ruhezeiten.