Daten bilden eine zentrale Grundlage für den Einsatz von KI im Marketing. Typischerweise kommen demographische Merkmale, Verhaltensdaten von Nutzerinteraktionen und Transaktionsinformationen zum Einsatz. In Deutschland stellen insbesondere die Anforderungen an den Datenschutz einen wichtigen Rahmen dar, der die Art und Weise der Datenerhebung und -verarbeitung beeinflusst. Unternehmen müssen hier teils komplexe gesetzliche Vorgaben beachten, wenn sie KI-Anwendungen nutzen.

Die Analyse großer Datenmengen ermöglicht es, versteckte Muster oder Trends zu erkennen, die für die Zielgruppensegmentierung relevant sein können. So können beispielsweise Kaufverhalten, Besuchszeiten oder Reaktionen auf vorherige Kampagnen ausgewertet werden. Mit diesen Erkenntnissen lassen sich die Ausspielung von Werbemitteln und die damit verbundene Kundenansprache differenzierter gestalten. In Deutschland sind solche Analysen oft an die Einwilligung der Nutzer gebunden, was den Umfang der Datenverwendung beeinflussen kann.
Ein weiterer Aspekt sind Echtzeitdaten, die über Web-Tracking oder mobile Anwendungen erfasst werden. Sie ermöglichen es, Kampagnen zeitnah anzupassen und gezielter auf aktuelle Nutzerbedürfnisse zu reagieren. Die Verarbeitung solcher Daten erfordert entsprechende technologische Voraussetzungen und Datenschutzmaßnahmen. Bei der Analyse in Deutschland wird häufig Wert auf die Pseudonymisierung von personenbezogenen Daten gelegt, um den Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu entsprechen.
Schließlich kann KI bei der Bewertung der Kampagneneffektivität unterstützen. Mithilfe von Attributionsmodellen lassen sich Einflüsse einzelner Marketingkanäle besser nachvollziehen. Diese Modelle versuchen, den Beitrag jeder Maßnahme zu den Conversion-Ergebnissen zu schätzen. Gerade in komplexeren Kampagnen mit mehreren Kontaktpunkten ist ein fundierter Analyseansatz von Bedeutung, um den Ressourcenverbrauch zu verstehen und gegebenenfalls anzupassen.