In Deutschland unterliegen Kalibriersysteme und ihre Dienstleistungen strengen gesetzlichen und normativen Vorgaben. Wichtige Grundlagen sind die DIN EN ISO/IEC 17025, die Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboren formuliert, sowie spezifische Richtlinien der PTB. Die Einhaltung dieser Vorgaben soll eine durchgehende Rückführbarkeit und Vergleichbarkeit von Messergebnissen ermöglichen.

Die Akkreditierung von Kalibrierlaboren erfolgt durch nationale Stellen wie die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS). Nur Labore mit einer entsprechenden Akkreditierung dürfen Kalibrierzertifikate ausstellen, die in Industrie und Handel als Nachweis der Rückführbarkeit und Genauigkeit verlangt werden. Kalibrierzertifikate enthalten Angaben zur Messunsicherheit und zum verwendeten Referenzstandard.
Interne Qualitätssicherung umfasst regelmäßige Prüfungen der verwendeten Messmittel, die Durchführung von Vergleichsmessungen und die Teilnahme an sogenannten Ringvergleichen. Diese Maßnahmen dienen dazu, die Leistungsfähigkeit von Kalibriersystemen kontinuierlich zu überwachen und eventuellen Abweichungen frühzeitig entgegenzuwirken.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Dokumentation aller Kalibriervorgänge nach festgelegten Standards. Die elektronische Erfassung und Archivierung der Messergebnisse ermöglicht eine lückenlose Nachverfolgbarkeit und erleichtert die Kommunikation im Rahmen von Audits oder Zertifizierungen.