In Deutschland werden verschiedene Gerätetypen und Technologien für die Kalibrierung eingesetzt, um die spezifischen Anforderungen unterschiedlicher Industrien zu erfüllen. Laserinterferometer zählen zu den wichtigsten Werkzeugen bei hochpräzisen Längenmessungen und bieten eine äußerst geringe Messunsicherheit. Neben diesen kommen optische und mechanische Messsysteme zum Einsatz, die sich je nach Anwendungsgebiet unterscheiden können.

Massenkomparatoren und Präzisionswaagen werden häufig in der pharmazeutischen Industrie, im Handel und in Forschungsinstitutionen verwendet. Diese Systeme zeichnen sich durch eine stabile Bauweise und eine Vielzahl von Steuerungsmöglichkeiten aus, um Schwankungen durch Umwelteinflüsse wie Temperatur oder Vibration zu minimieren. Ergänzt werden sie oft durch spezielle Justiergewichte und Prüfintervalle.
Koordinatenmessgeräte verfügen über Messkopf- und Tastsysteme, die sowohl mechanische Berührung als auch optische Erfassung ermöglichen. Sie kommen insbesondere in der Automobil- und Luftfahrtbranche zum Einsatz, wo komplexe Geometrien mit hoher Präzision geprüft werden müssen. Die eingesetzten Softwarelösungen sind in der Lage, umfangreiche 3D-Modelle und Dokumentationen zu erstellen.
Die Auswahl der einzelnen Komponenten hängt von den jeweiligen Kalibrieranforderungen ab. In der Praxis werden häufig mehrere Geräte kombiniert eingesetzt, um spezifische Messaufgaben unter normgerechten Bedingungen abzudecken. Die Integration moderner IT-Systeme kann zudem eine zentrale Steuerung und Auswertung aller Kalibrierdaten gewährleisten.