Verschiedene Normen und Vorschriften prägen die Anforderungen, welche Enterprise SaaS in deutschen Unternehmen oft erfüllen sollten. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist hier eine wichtige Grundlage, da sie den Umgang mit personenbezogenen Daten in Europa regelt und Anforderungen an Sicherheit, Transparenz und Datenverarbeitung stellt.

Neben der DSGVO spielt die internationale Norm ISO 27001 eine wesentliche Rolle. Dies ist ein Informationssicherheitsmanagementstandard, der Anforderungen an organisatorische und technische Maßnahmen definiert. SaaS-Anbieter mit ISO 27001-Zertifizierung können Unternehmen helfen, Compliance-Risiken zu reduzieren, auch wenn diese Zertifizierung kein unmittelbares gesetzliches Erfordernis darstellt.
Für bestimmte Branchen in Deutschland existieren zusätzlich spezifische Vorschriften. Beispielsweise unterliegt die IT von Finanzinstituten zusätzlichen Sicherungsanforderungen durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), archetypisch dargestellt durch die BAIT-Richtlinie. Enterprise SaaS, die in diesen Bereichen eingesetzt werden, müssen zudem oft SOC 2 oder vergleichbare Prüfungen erfüllen, um Vertrauenswürdigkeit darzustellen.
Die Einhaltung all dieser Normen und Standards stellt für Unternehmen häufig eine komplexe Herausforderung dar. Enterprise SaaS-Plattformen werden daher oft daraufhin bewertet und ausgewählt, inwieweit sie entsprechende Sicherheits- und Überwachungsmechanismen anbieten. Auch lokale Gesetzgebungen und branchenspezifische Anforderungen können Einfluss auf die Auswahl und Nutzung haben.