Cloud-Hosting: Sicherheit Und Datenschutz Im Überblick

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Datenschutzanforderungen für Cloud-Hosting in Deutschland

Datenschutz ist für Cloud-Hosting in Deutschland ein zentraler Aspekt, insbesondere aufgrund der strikten Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Verordnung legt fest, wie personenbezogene Daten verarbeitet, gespeichert und übertragen werden dürfen. Betreiber von Cloud-Services müssen dabei sicherstellen, dass sie gesetzliche Pflichten erfüllen, z. B. durch Datenminimierung und Zweckbindung der Datenverarbeitung.

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Verträge zur Auftragsverarbeitung (AVV) sind in Deutschland üblich, wenn Cloud-Anbieter in die Speicherung oder Verarbeitung personenbezogener Daten eingebunden sind. Diese Vereinbarungen regeln die Rechte und Pflichten der beteiligten Parteien hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit. Sie können Anforderungen an technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) enthalten, die der Anbieter erbringen muss.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Standortwahl der Rechenzentren. Viele deutsche Firmen setzen auf Cloud-Anbieter, die ihre Daten ausschließlich in Deutschland oder innerhalb der EU speichern, um den Anforderungen an den Datenschutz besser gerecht zu werden. Durch die Nutzung von europäischen Datenzentren können rechtliche Unsicherheiten, welche sich aus dem Zugriff durch Dritte außerhalb der EU ergeben könnten, reduziert werden.

Audit- und Compliance-Prüfungen durch unabhängige Stellen sind ein übliches Verfahren, um die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben in Cloud-Umgebungen zu überprüfen. Unternehmen können so besser einschätzen, inwieweit ihre Daten bei einem spezifischen Cloud-Dienstleister geschützt sind. Transparenzberichte spielen dabei eine wachsend wichtige Rolle.