Innerhalb der Börsenanalyse-Tools werden diverse Bewertungsmethoden genutzt, die unterschiedliche Aspekte der Wertentwicklung oder Marktbeurteilung erfassen. Wesentlich sind dabei Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), die Dividendenrendite oder die Eigenkapitalquote. Diese Messgrößen bieten eher ein längerfristiges Bild der Unternehmenseinschätzung, das sich in Verbindung mit Marktdaten interpretieren lässt.

Darüber hinaus kommen einige Modelle zur Anwendung, welche komplexere Zusammenhänge abbilden. Beispiele sind das Capital Asset Pricing Model (CAPM) oder Discounted-Cash-Flow-Methoden. Sie versuchen, Risiken und erwartete Renditen miteinander in Beziehung zu setzen, weshalb sie in vielen professionellen Analyseumgebungen genutzt werden. Allerdings setzen sie auch verschiedene Annahmen voraus, deren Grenzen beachtet werden sollten.
In Deutschland ist es üblich, dass Privatanleger vor allem einfache Kennzahlen zur ersten Einordnung nutzen, während professionelle Investoren häufig vertiefte Bewertungsmodelle einsetzen. Dabei spielt die Verfügbarkeit von verlässlichen Unternehmensdaten eine wichtige Rolle, ebenso wie die Fähigkeit zur kritischen Analyse und Interpretation.
Eine zusätzliche Dimension bildet die Sentiment-Analyse, die Stimmungsdaten aus Nachrichten, Social Media oder anderen Quellen quantifiziert. Einige Börsenanalyse-Tools integrieren diese Information, um die Marktmeinung zu erfassen. Zwar ist das Sentiment eine komplementäre Perspektive, aber es sollte immer im Kontext der fundamentalen und technischen Daten bewertet werden.