Die Auswahl von Aktien auf Basis von Daten erfolgt in Deutschland häufig durch die Kombination quantitativer und qualitativer Kriterien. Beispielsweise kann das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) als Maß für die preisliche Bewertung einer Aktie verwendet werden, während qualitative Kriterien wie Managementqualität oder Branchenaussichten zusätzliche Kontextinformationen liefern. Plattformen wie Morningstar stellen umfangreiche Daten zu einzelnen Wertpapieren bereit, wodurch gezielte Vergleiche und Bewertungen ermöglicht werden.

Verschiedene Scoring-Modelle bieten die Möglichkeit, Aktien anhand individuell festgelegter Schwellenwerte zu filtern. Finanzen.net und ähnliche Anbieter erlauben es Anlegerinnen und Anlegern, Kriterien wie Dividendenkontinuität, Eigenkapitalquote oder Unternehmenswachstum direkt zu analysieren. Die Integration dieser Methoden in deutsche Tools kann zu einer hohen Anpassungsfähigkeit an persönliche Präferenzen führen.
Die Zugänglichkeit historischer Marktdaten ist in Deutschland grundsätzlich gut. Viele Portale und Banken bieten Zugang zu umfangreichen Zeitreihen, mit denen sich Kurs- und Volatilitätsentwicklungen analysieren lassen. Dies erlaubt es, Trends oder saisonale Muster zu erkennen und diese bei Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen. Die Datenqualität und Aktualität hängt dabei von der jeweiligen Datenquelle ab.
Datengestützte Bewertungen können durch technologische Entwicklungen weiter optimiert werden. Mit Machine-Learning-Algorithmen lassen sich etwa Muster in großen Datensätzen leichter identifizieren. In Deutschland werden solche Verfahren in der institutionellen Geldanlage zunehmend eingesetzt, wobei der Fokus auf nachvollziehbare Entscheidungsprozesse weiterhin wichtig bleibt.